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ChatGPT fur Interviews nutzen (und bessere Alternativen)

Last updated: February 8, 2026|3 min read|By InterviewMan Team
ChatGPT fur Interviews nutzen (und bessere Alternativen)

Im vergangenen Dezember hatte ich gerade zwei Bewerbungsrunden für Senior-Backend-Stellen abgeschlossen, auf die ich mich beworben hatte. In beiden Fällen bekam ich ein Angebot. Eines davon musste ich leider ablehnen. Die Entscheidung fiel mir wirklich schwer, denn beide Stellen boten fachlich interessante Herausforderungen.

Während der Vorbereitungswochen für beide Runden nutzte ich ChatGPT allein in meiner Wohnung. In den eigentlichen Gesprächen dagegen überhaupt nicht. Warum ich diese klare Grenze gezogen habe, darum geht es im Rest dieses Beitrags.

ChatGPT hört den Interviewer nicht über das Mikrofon. Es wartet darauf, dass man tippt. Eine Woche vor dieser Amazon-Runde machte ich ein Probeinterview auf Discord, und mein Gegenüber ließ eine Stoppuhr mitlaufen. Vom Ende seiner Frage bis zum Anfang meiner Antwort vergingen im Schnitt zweiundzwanzig Sekunden. Zweiundzwanzig. Nach ungefähr fünfundvierzig Minuten meinte er, es sehe aus, als bekäme ich Anweisungen aus einem anderen Zimmer. Damit lag er richtig.

Und dann ist da noch die Bildschirmfreigabe. Zoom zeigt den Browserrahmen, Teams ebenfalls, Meet auch. Bei HackerRank steht ohnehin schon genug auf der Seite herum, bei CoderPad genauso. Den Ablauf mit dem zweiten Desktop und Alt-Tab probierte ich genau einmal: ausblenden, tippen, warten, lesen, wieder in die Kamera schauen und so tun, als sei alles normal. Das ist gar nicht so leicht, wenn man im Galerie-Modus sein eigenes Gesicht sieht.

Im Februar wechselte ich deshalb für den Live-Teil zu InterviewMan. Das Programm hört über das Mikrofon zu, also musste ich nichts mehr abtippen. Auf meinem Rechner erschien die Einblendung nach zwei bis drei Sekunden. Es war nichts in einem Browser-Tab geöffnet und deshalb auch nichts in der Freigabe zu sehen. Der Stealth-Modus war im Preis enthalten, statt wie bei den anderen Tools noch einmal separat verkauft zu werden. Zwölf Dollar im Monat beim Jahresabo, einhundertvierundvierzig Dollar für ein Jahr, 57,000 Nutzer auf dem öffentlichen Zähler und 4.8 Sterne aus 257 Bewertungen.

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Die anderen Tools scheiterten bei mir jeweils an einer anderen Stelle. Final Round AI kostete einhundertachtundvierzig Dollar im Monat. Bis die Vorschläge erschienen, maß ich vier bis fünf Sekunden. Diese Verzögerung reicht, damit man das Warten körperlich spürt. Bei Cluely sah es zunächst nach zwanzig Dollar aus, bis auffiel, dass Stealth als Zusatz fünfundsiebzig Dollar kostete. Business Insider kam beim Test von Cluely auf fünf bis zehn Sekunden Verzögerung. Das entsprach ziemlich genau meinen Ergebnissen.

Zum Einsatz von AI rund um Bewerbungsgespräche gibt es sicher viele andere Meinungen. In diesem Beitrag ging es mir vor allem um Softwareentwicklung und um echte Gesprächsrunden, nicht um ausgedachte Situationen. Auf der Tool-Seite habe ich nur einen Rat: Seid ehrlich zu euch selbst, in welchem Schritt ihr gerade steckt. Ein Textfeld im Browser wird mit einem echten Menschen im Gespräch nicht mithalten.

Ein Bewerbungsverfahren kostet Kandidaten viel Zeit. Ich habe viele Stunden in die Vorbereitung gesteckt, und dazu stehe ich. Wahrscheinlich gibt es Menschen, die gar keine Vorbereitung brauchen. Ich gehöre nicht dazu. Für mich hat es funktioniert. Das heißt nicht, dass es für euch ebenfalls funktioniert.

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