Message us on Facebook to see the terms and get 40% OFF the yearly plan

03h : 00m : 00sMessage us
AI Tools

KI-Assistent fur HireVue-Interviews: Was wirklich funktioniert

Last updated: February 1, 2026|7 min read|By InterviewMan Team
KI-Assistent fur HireVue-Interviews: Was wirklich funktioniert

Erst mal vorweg: Ich habe nichts gegen HireVue. Aufgezeichnete Video-Screenings werden uns wohl erhalten bleiben. Ich würde sogar wetten, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis wirklich jedes erste Screening so abläuft.

Trotzdem hatte ich bis vor ein paar Wochen noch nie jemanden bei so einem Interview derart scheitern sehen wie meine Mitbewohnerin.

Nein, sie ist keine Anfängerin! Sie sucht seit Januar einen Job, nur lief es bisher überhaupt nicht gut. Um Mitternacht schickte sie mir eine HireVue-Aufnahme. In der Nachricht stand bloß: „Was mache ich falsch?“ Zu diesem Zeitpunkt hatte sie neun Absagen. Und weil ich wahrscheinlich ohnehin zu viel Zeit damit verbringe, an Interview-Tools herumzuprobieren, konnte ich schlecht Nein sagen.

Nach ungefähr dreißig Sekunden ihres Videos wusste ich genug. Sie las die ganze Zeit aus einem Google Doc vor, Antworten, die sie aus ChatGPT hineinkopiert hatte. Ihr Blick klebte unten links am Bildschirm, die Stimme völlig flach. Sie sah aus, als würde sie einen Erpresserbrief verlesen. Das ist nicht übertrieben. Als ich sie anrief, klang sie fertig. Nicht müde, sondern wirklich fertig, kurz davor, gar keine Bewerbungen mehr zu verschicken.

Als Erstes wollte sie wissen, ob HireVue irgendeinen Scanner hat, der offene Tools erkennt und einen dabei erwischt. Hat es nicht. Was man an HireVue schwer versteht, solange man nicht selbst ein echtes Interview damit durchgestanden hat, also eines für einen Job, den man wirklich will, und keinen Probelauf aus Neugier: Niemand sieht live zu. Da ist eine Webcam. Man bekommt die Fragen, filmt sich beim Reden mit dem eigenen Bildschirm und klickt danach auf Absenden. Währenddessen schaut kein Mensch zu.

Ready to ace your next interview?

InterviewMan gives you real-time AI answers during live interviews — undetectable on Zoom, Meet, and Teams.

Try InterviewMan Free

Nach dem Abschicken kommt allerdings eine KI zum Einsatz, die das Video bewertet. Engagement, Selbstsicherheit oder Sprechtempo, solche Sachen. Bei meiner Mitbewohnerin scheiterte es am Engagement. Kein Wunder: Ihr Blick hing beim Vorlesen der ChatGPT-Antworten unten am Bildschirm, dazu diese Roboterstimme, als würde sie fremde Hausaufgaben aufsagen. Man konnte ihren Augen regelrecht dabei zusehen, wie sie die Textwand von links nach rechts abarbeiteten.

Bei ChatGPT lag das eigentliche Problem meiner Meinung nach an der Zeit. Auf eine Frage antwortet man normalerweise sofort, man redet eben los. Hier nicht. Bis ChatGPT eine ganze Antwort geschrieben hatte, vergingen ungefähr dreißig Sekunden. In dieser Zeit saß sie reglos da, starrte am Bildschirm vorbei und wartete. Warum ist das so schlimm? Weil dreißig Sekunden tote Luft auf einer Plattform, die Engagement bewertet, eine Ewigkeit sind. Die Kamera bekommt nichts von dir zu sehen, wirklich gar nichts. Das sieht viel übler aus, als man selbst in dem Moment denkt!

Dabei lagen ihre Antworten sogar schon fertig bereit. Geholfen hat das nicht, wahrscheinlich eher im Gegenteil. Sobald so ein fertiger Text vor einem steht, will man ihn Wort für Wort wiedergeben. Entsprechend monoton klang sie vom ersten bis zum letzten Satz. Noch bevor der erste davon vorbei war, rauschte ihr Engagement-Wert bereits nach unten. Insgesamt hatte die Aufnahme etwas von einem kaputten Nachrichtensprecher!

Was sollte sie also stattdessen nehmen? Ich klappte meinen Laptop auf und zeigte ihr InterviewMan. Das nutze ich schon länger bei meinen eigenen Zoom-Gesprächen, zwölf Dollar im Monat beim Jahresabo. Beim ersten Einsatz erschienen zwei bis drei Sekunden nach einer Frage Stichpunkte auf meinem Bildschirm, seitdem bin ich dabei. Über das Mikrofon hört das Tool die Frage mit. Danach bekommt man Stichpunkte, keine Absätze, und formuliert die Antwort selbst. Die Bedienung? Wirklich einfach. Das kann jeder, vielleicht ist es sogar ein bisschen zu einfach!

Am nächsten Abend saß sie wieder auf dem Sofa und wollte es testen. HireVue geöffnet, InterviewMan gestartet, Aufnahme an. Dann kam die Frage. Rund zwei Sekunden später standen die Punkte neben der Webcam. Sie warf zwei Sekunden lang einen Blick darauf, sah in die Kamera und fing an. Was sie sagte, waren ihre eigenen Worte und ihre eigenen Einzelheiten, die Punkte lieferten bloß die grobe Richtung.

Auch ihr Blick blieb nahe an der Kamera, schließlich liegt das Overlay direkt neben der Linse. Vor allem hörte sie sich wieder wie sie selbst an. Und die Pause von zwei Sekunden vor dem ersten Wort? Völlig unauffällig. Wegen zwei Sekunden Stille vor einer Kamera wundert sich niemand. Ich kann kaum noch sagen, wie viele solcher Aufnahmen ich inzwischen gesehen habe.

An diesem Abend machten wir drei Versuche. Beim ersten war sie noch etwas steif. Sie traute der Sache nicht und sah viel zu auffällig nach unten. Beim dritten klang sie, als würde sie bei einem Kaffee von ihrem früheren Job erzählen. Offenbar war also wirklich das Ablesen das ganze Problem!

Drei Tage später schickte sie ein echtes Interview ab. Nur fürs Protokoll: Der Rückruf kam innerhalb einer Woche, ihr erster seit drei Monaten. Um 6 Uhr morgens schickte sie mir einen Screenshot der E-Mail vom Recruiter. Wer liest bitte um 6 Uhr morgens seine Mails!? Du aktualisierst den Posteingang doch seit 5, gib es einfach zu.

Dann hörte ein Kollege von mir von der ganzen Geschichte und konnte natürlich nicht anders. Ich glaube nicht, dass es einen Menschen gibt, der Preise gründlicher vergleicht als dieser Typ! Er verbrachte einen Nachmittag damit, jeden Konkurrenten aufzurufen, weil er überzeugt war, dass bei zwölf Dollar irgendein Haken versteckt sein müsse. Da war keiner.

Er zeigte mir Final Round AI für 149 Dollar im Monat, und als er den Laptop zu mir drehte, sagte ich laut „Nein“. Cluely kostete 19.99 für die Basisversion und weitere 130 für den Stealth-Modus, insgesamt 149.99. Wenn bei HireVue niemand die Aufsicht führt, vor wem soll einen der Stealth-Modus dann überhaupt verstecken!? Am anderen Ende sitzt niemand live, damit zahlt man 130 Dollar für nichts.

LockedIn AI lag bei 119.99 Dollar im Monat und hatte ein Limit von 90 Minuten. Seine PM-Runde im letzten Jahr hatte fast zwei Stunden gedauert, deshalb nahm er dieses Limit persönlich. Er hörte gar nicht mehr damit auf, sich auszumalen, wie ein Overlay mitten im Satz in Minute neunzig ausgeht.

Das Tool, das sie die ganze Zeit benutzte, kostet zwölf Dollar, hat kein Zeitlimit, wird von 57,000 Menschen genutzt und steht bei 4.8 Sternen. Er schrieb mir: „Warum sollte irgendjemand mehr für weniger bezahlen?“ Den Screenshot habe ich gespeichert.

Noch am selben Wochenende setzte ich mich hin und probierte selbst wirklich jede Art von HireVue-Frage aus, weil die ganze Geschichte fast zu glatt klang. Verhaltensfragen. Situative Aufgaben. Die Videofragen, bei denen der Text auf dem Bildschirm erscheint. Ich versuchte ausdrücklich, etwas zu finden, das das Tool aus dem Tritt bringen würde, aber es gelang mir nicht. Jedes einzelne Mal dieselben zwei bis drei Sekunden bis zum Overlay, genau wie auf dem Sofa.

Mein Kollege probierte es letzten Monat selbst aus, bei seinem allerersten HireVue. Er kommt frisch von der Hochschule. Noch nie ein Video-Interview, nicht einmal einen Probelauf, er ging einfach direkt hinein. Für ihn war das Wichtigste, nach einer Frage nicht wie eingefroren dazusitzen. Die Punkte gaben ihm etwas, woran er sich festhalten konnte, damit sein Kopf nicht einfach leer wurde. Auch darauf kam ein Rückruf.

Seit der Sitzung auf dem Sofa hat sie bis letzte Woche sechs weitere HireVues gemacht und bei vier davon einen Rückruf bekommen. Sie sagt, inzwischen vergesse sie während der Aufnahme sogar, dass das Tool läuft. Sie redet einfach mit der Kamera. Ihre Theorie: Genau dann reagiert die HireVue-KI gut.

Ich kann nicht mehr zählen, wie oft ich inzwischen die Geschichte von neun Absagen und vier Rückrufen bei sechs Versuchen erzählt habe. Beim Preis unterbrechen mich die Leute immer, weil sie glauben, ich hätte mich bei den zwölf Dollar vertan. Sie führt übrigens weiterhin Interviews. Ein Angebot hat sie noch nicht.

Ready to Ace Your Next Interview?

Join 57,000+ professionals using InterviewMan to get real-time AI assistance during their interviews.

Related Articles

Try InterviewMan Free

AI interview assistant. Undetectable.

Get Started