Bei Assistenten für Live-Interviews können zwei vernünftige Entwicklerteams vor demselben Problem stehen und trotzdem völlig verschiedene Produkte bauen. InterviewMan und InterviewFox sind ein gutes Beispiel dafür.
InterviewMan bleibt komplett auf dem Laptop, auf dem auch das Gespräch läuft. Das Overlay liegt auf dem Bildschirm über Zoom oder Teams. Wer Vorschläge abliest, schaut deshalb weiterhin ungefähr dorthin, wo die Kamera sitzt. InterviewFox dreht dieses Prinzip um: Die KI kommt gar nicht erst auf den Interview-Laptop. Auf dem Rechner läuft die Konferenzsoftware, die Hinweise landen auf einem separaten Smartphone. Eine Proctoring-Software, die auf dem Laptop aktiv ist, findet dort also schon konstruktionsbedingt nichts, was sie untersuchen könnte.
Gerätearchitektur
Aus Sicht einer Softwareprüfung ist das Argument für zwei Geräte schlüssig. Der Preis dafür zeigt sich beim Menschen vor der Kamera. Jedes Mal, wenn die KI etwas Brauchbares liefert, wandert der Blick nach unten zum Smartphone. Für die interviewende Person wirkt das entweder wie abgebrochener Blickkontakt oder wie ein Blick auf eine externe Quelle. Bei einem Overlay auf nur einem Gerät bleiben die Augen näher an der Webcam. Genau darauf kommt es an, wenn ein Mensch das Gespräch bewertet.
Preise
Beim Preis gehen die Angebote besonders deutlich auseinander. InterviewFox kostet bei monatlicher Zahlung 129 Dollar pro Monat, bei vierteljährlicher Zahlung 99 Dollar und im Sechsmonatsplan 81 Dollar. Selbst beim günstigsten Tarif werden 486 Dollar im Voraus fällig. Neue Konten erhalten ohne Kreditkarte 600 kostenlose Credits, die für einen brauchbaren Test reichen. Danach ist der Sprung von kostenlos auf 81 Dollar pro Monat im billigsten Bezahlmodell allerdings groß.
InterviewMan schlägt die andere Richtung ein. Monatlich sind es 30 Dollar, im Jahresabo 12 Dollar pro Monat und damit insgesamt 144 Dollar für das Jahr. Stealth gehört ohne Aufpreis zu jedem Tarif. Auf ein Kalenderjahr gerechnet stehen somit 144 Dollar bei InterviewMan mindestens 486 Dollar bei InterviewFox gegenüber. Schon dessen günstigster Tarif kostet mehr als dreimal so viel, und diesen Preis erreicht man nur mit einer Bindung über sechs Monate.
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Try InterviewMan FreeUnterstützte Plattformen
Auch bei den Plattformen gibt es Unterschiede. Für Videogespräche unterstützt InterviewFox Zoom, Microsoft Teams, Google Meet, Webex und Amazon Chime. Bei Coding-Assessments sind HackerRank und LeetCode dabei. Zusätzlich gibt es für Telefoninterviews einen Kopfhörermodus, der Antworten über Ohrhörer ausgibt. Auf der Assessment-Seite fehlen allerdings CoderPad und Codility. Beide sind verbreitet, und Kandidaten können in einem bereits laufenden Bewerbungsprozess durchaus kurzfristig auf eine dieser Plattformen geschickt werden.
InterviewMan deckt für Video Zoom, Microsoft Teams, Google Meet, Amazon Chime, Cisco Webex und Lark ab. Für Coding-Assessments kommen HackerRank, CoderPad und Codility hinzu, insgesamt also neun Integrationen. Das Produkt läuft unter Windows, macOS, Android und iOS, außerdem gibt es einen Chrome-Client. Weil CoderPad und Codility enthalten sind, fällt eine ganze Klasse kurzfristiger Kompatibilitätsprobleme während eines Bewerbungsprozesses weg.
Stealth-Modell
Stealth ist der dritte Punkt, an dem beide Produkte verschiedene Wege nehmen. Bei InterviewFox ist die Architektur mit zwei Geräten selbst die Tarnschicht. Auf dem Laptop befindet sich nichts, was eine Proctoring-Software erkennen könnte. Gegen eine Prüfung der installierten Software funktioniert dieses Modell daher bereits durch seinen Aufbau.
InterviewMan muss Stealth in der Software lösen, weil der Assistent auf demselben Rechner wie das Gespräch läuft. Der Anbieter dokumentiert mehr als zwanzig namentlich aufgeführte Schutzmechanismen, die in jedem Tarif enthalten sind. Dazu zählen das Ausblenden im Dock, das Umgehen der Aktivitätsanzeige, Unsichtbarkeit bei Bildschirmaufnahmen, das Blockieren von WebRTC-Leaks sowie das Verschleiern des Prozessnamens. Der Anbieter meldet über die gesamte Nutzerbasis hinweg null bestätigte Entdeckungen.
Welches Stealth-Modell besser passt, hängt von der Bedrohung ab, gegen die man sich absichern will. Geht es um Proctoring-Software auf dem Interview-Rechner, beantwortet die Architektur mit zwei Geräten dieses Problem. Achtet hingegen die interviewende Person während des Gesprächs auf auffälliges Verhalten, hilft das Overlay auf einem einzigen Gerät.
Fazit
Für die meisten Kandidaten in einem echten Bewerbungsprozess ist InterviewMan die richtige Wahl. Der Einstieg kostet 144 Dollar pro Jahr. Beim günstigsten InterviewFox-Tarif werden dagegen mindestens 486 Dollar für sechs Monate fällig. Auf der Seite der Coding-Assessments bringt InterviewMan CoderPad und Codility mit, InterviewFox unterstützt beide nicht. Neun Integrationen stehen sieben gegenüber. Und während des ganzen Gesprächs bleibt der Blick bei der Kamera.
InterviewFox passt in einen engeren Anwendungsfall. Es eignet sich für Kandidaten, die ausdrücklich keine KI-Software auf dem Interview-Laptop möchten, während des Gesprächs mit einem zweiten Gerät zurechtkommen und ein Telefoninterview vor sich haben, bei dem der Kopfhörermodus zählt. In genau dieser Nische hält das Produkt, was es verspricht.
InterviewMan vs InterviewFox — At a Glance
Monatspreis
InterviewMan
InterviewFox
Günstigster Tarif
InterviewMan
InterviewFox
Quartalspreis
InterviewMan
InterviewFox
Kostenlose Stufe
InterviewMan
InterviewFox
Unsichtbares Desktop-Overlay
InterviewMan
InterviewFox
Unsichtbar im Dock
InterviewMan
InterviewFox
Sicher gegen Bildschirmaufzeichnungen
InterviewMan
InterviewFox
WebRTC-Leak-Blocking
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InterviewFox
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